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Die Altschützengesellschaft Ohrdruf 1554 e.V. führt in jedem Jahr neben den allgemeinen Vereinsmeisterschaften entsprechend der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes, Schießwettbewerbe durch, die einen historischen Hintergrund haben oder an die Schutzheiligen der Schützengilden erinnern.

Dazu gehören die jährliche Austragung des Hugo-Kaupe-Cups sowie das “Hubertusschießen” , das Schießen zu “Sankt Michael” und das “Laurentiusfest”.

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Kaufmann Hugo Kaupe, am 19. Mai 1863 geboren, trat im Jahr 1892 als Mitglied der Altschützengesellschaft Ohrdruf bei. Zwei Jahre später wurde er durch die Ernennung zum Ausschussmitglied in die Führung der Gesellschaft berufen. Rund drei Jahrzehnte gehörte er diesem Ausschuss an, errang in seiner langen Vereinszugehörigkeit sieben mal die Königswürde sowie zahlreiche andere Preise. Im Jahr 1932, nach 40-jähriger aktiver Schützentätigkeit, wurde ihm vom Thüringer Schützenbund das goldene Schützenabzeichen verliehen. In der Jahreshauptversammlung am 19. März 1942 wurde dem Ehrenmitglied und einer der ältesten aktiven Schützen eine Ehrenurkunde für 50jährige Mitgliedschaft und seine großen Verdienste für das Schießwesen verliehen.

Laudatio auf Hugo Kaupe aus dem Jahr 1933

Hugo  Kaupe

zum 70  Geburtstag am 19. Mai 1933.

Im Jahre 1892 trat Herr Kaufmann und  Stadtrat Hugo Kaupe als Mitglied in die Gesellschaft ein. Damit sollte unsere  Gilde einen ihrer besten Schützen erhalten. Bereits zwei Jahre später, 1894,  wurde er durch seine Ernennung zum Ausschuß-Mitglied in die Führung der  Gesellschaft berufen. Rund drei Jahrzehnte gehörte er diesem Ausschuß an, in  welchem er während dieser Zeit für die Gestaltung der Gilde und des Ohrdrufer  Schießwesens sehr tätig war. Noch heute ist er als Schüzenältester der treue  Mitarbeiter und Berater der Gesellschaftsleitung. In Anerkennung seiner großen  Verdienste um die Schützensache wurde ihm 1932 nach 40jähriger aktiver  Schützentätigkeit vom Thüringer Schützenbund das goldene Schützenabzeichen  verliehen, während ihn die Altschützengesellschaft zu ihrem Ehrenmitglied  ernannte.

Herr Kaupe nimmt auch heute noch als  70jähriger am Schießen teil und ist unser ältester aktiver Schütze. Im Laufe  der 40 Jahre hat er sich an vielen großen Schießen des Deutschen und des  Thüringer Schützenbundes, ebenso an den Schießen der Nachbargilden beteiligt.  In jedem Jahre zu Pfingsten kämpfte er bei den Altschützen um die Königswürde.  Manche schöne Schießauszeichnung konnte er erringen. Es gelang ihm in 40 Jahren  siebenmal die Königswürde zu erreichen und zwar 1895, 1902, 1903, 1908, 1912,  1923 und 1932. Ein seltener Erfolg für einen Schützen. Und ebenso selten im  Schießwesen ist es, daß der 70jährige Schützenälteste im Vorjahre alle seine  jüngeren Kameraden beim Königsschießen übertroffen hat. Um so größer war die  Freude, als ihm zum letzten Schützenfest diese Würde zum 7. Male zugesprochen  werden und seine Proklamation erfolgen konnte. Sieben Königsscheiben und sieben  silberne Schildchen am Königskleinod mit dem Namen "Hugo Kaupe" werden für  später Zeugnis geben von einer selten schönen und erfolgreichen  Schützentreue.

Unerschütterlich treu hat er auch in  den harten Kriegs- und Nachkriegsjahren zur Gilde gestanden. Die  Altschützengesellschaft wird ihm stets dankbar sein und bringt ihm heute die  besten Wünsche. Mag unser Ehrenmitglied Kaupe noch viele Jahre durch seine stete  Treue für alle Schützen Beispiel und Ansporn sein!

                Die Altschützengesellschaft v.  1554 e.V.

zu  Ohrdruf

A. Schneider,  Vorsteher.

Der heilige Hubertus_html_m61e92b64Der  heilige Hubertus

Hubert von Maastricht und  Lüttich (um 655 - 727), Bischof, Apostel der Ardennen, ist einer der Nothelfer  und einer der vielen heiligen Marschälle; Patron des Bistums Lüttich und des  Herzogtums Jülich sowie der Ardennen; Patron der Jäger, Förster und  Schützenvereinigungen,der Büchsen- und Stellmacher, Metallarbeiter, Gießer,  Mathematiker, Optiker, Drechsler, Metzger und Kürschner: der Jagdhunde; Helfer  bei Hundebiss, Tollwut, Schlangenbiss und Wasserscheu.

Er stammt aus vornehmer  fränkischer Familie, war vielleicht gar der Sohn des Herzogs von Aquitanien in  Südwestfrankreich. Verwandt war er ziemlich sicher mit dem Hausmeier des  Frankenreiches, Pippin II. dem Mittleren( um 635 - 714 ). Als junger Mann kam  Hubert nach Paris an den Hof des Frankenkönigs.

Theuderich III.(673 - 691), der  ihn zum Pfalzgrafen ernannte. Als er mit Ebroin, dem Hausmeier der fränkischen  Teilreiche Neusten und Burgund in schweren Streit geriet, floh er zu Pippin,  der in Metz residierte und ihm das Amt des Oberhofmeisters anvertraute. Huberts Gemahlin Floribana, eine Tochter des Grafen von Löwen, gebar ihm Floribert. Am  Hof Pippins lernte Hubert Bischof Lambert von Maastricht kennen, der ihn in die  Schriften der Christenheit einführte. Als 695 seine Frau starb, zog sich Hubert  in die Waldeinsamkeit der Ardennen zurück. 702 bis 703 unternahm er eine  Wallfahrt nach Rom. Um 706 wurde er Bischof von Maastricht und  verlegte 717 den Sitz des Bistums nach Lüttich, wo sein Lehrer Lambert das  Martyrium erlitten hatte. Hier baute er die Kathedrale von Lüttich, die Lamberts  Gebeine aufnahm. Hubert missionierte in den Ardennen und erbaute dort zahlreiche  Kirchen. Er starb am 30. Mai 727 in Treuere bei Brüssel an einer ihm  versehentlich zugefügten Verletzung beim Fischfang. Seine Gebeine wurden am 3.  November 743 erhoben, 825 kamen sie in das Benedikterkloster Andage in den  Ardennen. Sie verschwanden jedoch in den Wirren der  Reformation.Hubertus_von_Lüttich

Mit dem Patronat der Jäger hängt  eine Legende zusammen, nach der Hubert an einem Karfreitag auf der Pirsch einen  Hirsch sah, zwischen dessen Geweihenden ein Kreuz leuchtete. Diese Begebenheit  ist vermutlich aus der Legende des heiligen Eustachius auf ihn übertragen  worden. Ein Jäger im eigentlichen Sinne war der Heilige aber nie gewesen,  allerdings machte er Jagd auf all diejenigen Christen, die in den Ardennen  noch heidnische Bräuche pflegten. So war es in alter Zeit für jeden Jäger guter  Brauch, die jeweils erste Beute eines Jagdtages der Göttin Diana zu opfern. Nach  Hubertus Tod aber weihten die Jäger ihre Erstbeute dem heiligen Bischof. Und  heute weihen sie ihrem St. Hubertus einen Eichenbruch, einen Eichenzweig mit  Blättern und Eicheln, mit dem sie das erlegte Wild schmücken.

An einem Festtag, dem  3. November, findet die Hubertusjagd statt, die erste Jagd der Saison. Noch immer  weiht man mancherorts am Hubertustag Brot, Salz und Wasser nach altem Brauch, um  nach dessen Genuss. gegen Hundebisse gefeit zu sein.

Der  heilige LaurentiusLaurentius-Sixtus_II

Schon in frühchristlicher Zeit wurde es Sitte,  daß jede Gemeinde, jede Stadt, jedes Land, auch jeder Stand und Beruf einen  bestimmten Heiligen als Patron oder Schutzheiligen verehrte. Auch die einzelnen  Berufe haben ihren speziellen Heiligen, wie zum Beispiel die Fischer den  heiligen Petrus oder die Jäger ihren heiligen Hubertus. Auch die Schützen haben  ihre Heiligen oder Schutzpatrone, wie den heiligen Laurentius, den heiligen  Sebastian, den heiligen Georg und den heiligen Hubertus.

Laurentius von Rom, auch Lorenz genannt, ist  einer der heiligen Märtyrer, Nationalheiliger von Spanien, Patron der Armen  Seelen im Fegefeuer, der Bibliothekare und zahlreicher Berufe, die mit Feuer zu  tun haben(sein Martyrium), wie Köche, Bäcker, Bierbrauer, Wäscherinnen,  Büglerinnen, Glasbläser, Glaser, Feuerwehrleute sowie der Schüler und  Studenten. Er ist einer der Stadtpatrone von Rom, Patron von Wuppertal,  Nürnberg, Merseburg, und Kulm. Er ist Helfer bei Augenleiden,  Fieber, Ischias, Hexenschuß, Hauterkrankungen Verbrennungen und Pest.

Die  Vita des Laurentius ist legendär und wurde wegen der außerordentlichen  Popularität des Heiligen in späteren Jahrhunderten häufig ergänzt und  ausgeschmückt. So soll er in Aragon(Nordostspanien) als Sohn des des heiligen  Orientius und der heiligen Patientia geboren worden sein.  Auf der Reise nach  Toledo begegnete er Papst Sixtus II. , der den aufgeweckten jungen Mann mit nach  Rom nahm und ihn schon nach kurzer Zeit zu seinem Archidiakon (u.a.  Stellvertreter des Bischofs) ernannte. Im Jahr 258 löste Kaiser Valerian eine  Christenverfolgung aus, die sich hauptsächlich gegen die christlichen  Würdenträger richtete. Am 6. August 258 wurde Papst Sixtus enthauptet. Kurz zu  vorhatte er seinem Archidiakon noch den Kirchenschatz anvertraut. Der Kaiser  erfuhr davon und gab Laurentius drei Tage Zeit, den Schatz herauszugeben.  Laurentius aber verteilte alles Geld an die Armen, die er am dritten Tag vor den  Kaiser führte mit den Worten: “ Hier ist der Schatz der Kirche”. Valerian fühlte  sich verhöhnt und ließ Laurentius mit vier Diakonen am 10. August mit dem  Schwert hinrichten. Östliche Martyriumsberichte veränderten im 4.Jahrhundert die  Todesart des Heiligen. Danach wurde er auf einem mächtigen Grill zu Tode  geröstet. Bei seinen letzten Atemzügen soll Laurentius noch zu seinem Henker  gesagt haben: ” Der Braten ist fertig, nimm ihn nun vom Feuer und  iß."

Laurentius wurde an der Via Tiburtina beigesetzt.  Schon 330 ließ Kaiser Konstantin der Große über seinem Grab die Basilika  S. Laurentius extra muros erbauen, eine der sieben Hauptkirchen  Roms.

Der  Kult des heiligen Laurentius verbreitete sich schnell über das Abendland. In  Deutschland setzte die Verehrung des Heiligen vor allem nach der  Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg im August 955, einem Laurentiustag ein.  Kaiser Otto I. hatte mit seinem Sieg Süddeutschland von den ständigen Einfällen  durch die Magyaren erlöst. Am 10. August 1557 gelang dem spanischen König  Philipp II. Bei St. Quentin ein entscheidender Sieg über die Franzosen. Philipp  erhob daraufhin den Aragoner Laurentius zum Nationalheiligen von Spanien.

Nach  dem Volksglauben erlöst der Heilige an jedem Freitag eine Seele aus dem  Fegefeuer und die Sternschnuppen, die Perseiden, die alljährlich im August,  besonders in der Nacht vom 10. auf den 11., vom Himmel fallen, werden Laurentiustränen genannt. Dargestellt wird der heilige Laurentius als junger  Diakon mit Buch und Kreuz oder Kreuzstab, mit Kelch, der das Kirchenvermögen  enthält oder Almosen austeilend. Sein charakteristisches Attribut ist ein Rost. Laurentiustag, als Festtag, ist der 10. August.

ELaurentiusine Abbildung des Laurentius mit dem  Roste befindet sich auf dem Ratskleinod der Altschützengesellschaft Ohrdruf 1554  e.V., dessen erste Erwähnung aus dem Jahr 1511 datiert. Das Ratskleinod befand  sich als Dauerleihgabe im Museum auf Schloß Ehrenstein zu Ohrdruf in der  Dauerausstellung der Altschützengesellschaft über das Ohrdrufer Schützenwesen.

Die Dauerausstellung ist zur Zeit  leider abgebaut.

Sankt MichaelSt.Michael klein

Michael war nach der Überlieferung der Engel mit dem Schwert,  der Adam und Eva aus dem Paradies trieb und den Lebensbaum bewachte und der Seth  einen Zweig vom Baum der Erkenntnis reichte. Er zeigte Hagar, der von Abrahams  eifersüchtiger Frau Sara vertriebenen Magd, die Quelle zur Rettung ihres und  ihres Sohnes Leben. Michael gilt als einer der drei Männer, die Abraham  besuchten, er hinderte Abraham, den Isaak zu töten, und er rang mit Jakob.  Michael teilte demnach das Rote Meer beim Auszug aus Ägypten, führte das Volk  Israel ins gelobte Land und kämpfte mit dem Teufel um die Seele von Mose.

In den Darstellungen der Johannes-Offenbarung erfüllt Michael  seine besondere Aufgabe beim Jüngsten Gericht: seine Posaune erweckt die Toten  aus den Gräbern, er befreit die "Frau mit dem Kinde" und tötet im endzeitlichen  Kampf - gerüstet und mit großen Flügeln - den Drachen zu seinen Füßen. Michael  wird auch als der Engel identifiziert, der den Drachen in den Abgrund stürzt;  der Drache ist das Symbol der gottfeindlichen Mächte - Michael ist also der  Engel, der gegen alles kämpft, was Gott seinen Rang streitig macht. Er wird nach  Kommentaren zur Offenbarung beim Erscheinen des Antichrist auch diesen töten. So  verhindert Michael die uneingeschränkte Herrschaft des Satans in der Zeit bis  zum jüngsten Gericht und besiegt diesen dann endgültig.

 

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